Großer Preis von Japan – 2. freies Training: Oscar Piastri liegt vor den Mercedes

Großer Preis von Japan – 2. freies Training: Oscar Piastri liegt vor den Mercedes

Am Ende des zweiten freien Trainings des Wochenendes fuhr Oscar Piastri die Bestzeit, während die Mercedes in den Startlöchern lauern. Ferrari festigt seinen Platz in der Spitzengruppe.

Während die Ampeln auf Grün schalten und die französischen Fans beim Klingeln ihres Weckers nur schwer die Augen öffnen können, steht das Auto von Lando Norris komplett zerlegt in der Box. Man befürchtet ein Hydraulikleck bei McLaren, das den amtierenden Weltmeister daran hindert, in der ersten halben Stunde dieser Session wieder auf die Strecke zu gehen. Fernando Alonso hingegen ist zurück. Er hatte die erste Session verpasst und seinen Platz dem Ersatzfahrer Jak Crawford überlassen. 

Während Lando Norris an diesem Freitagmorgen pausieren muss, ist sein Teamkollege Oscar Piastri in Topform und stellt schnell den Rekord in den Sektoren 1 und 2 auf. Später fährt er mit 1:30,133 die Tagesbestzeit. 

Nach seiner Kollision mit Perez während des 1. freien Trainings hat Alex Albon noch mehr Pech. Der Williams-Pilot bleibt wegen eines Problems mit dem Gaspedal zwischen den Kurven 1 und 2 stehen. Er verursacht damit eine kurze Gelbphase, bevor er problemlos wieder anfahren kann. Der andere Pechvogel ist Arvid Linblad: Nachdem er ein Problem an seinem Getriebe bemerkt hatte, wurde er in die Box gerufen und verfolgte das Training von der Boxenmauer aus.

Kommende Weiterentwicklungen

Sowohl in den Boxen als auch auf der Strecke gibt es heute viel zu tun. Und das aus gutem Grund: Mehrere Teams führen bemerkenswerte technische Weiterentwicklungen ein. Red Bull hat den Pontonbereich überarbeitet, begleitet von einer neuen Motorhaube und einem optimierten Unterboden. Ferrari hat sich auf neu gestaltete Bremskanäle sowie verfeinerte Unterbodenverstärkungen konzentriert. Haas entscheidet sich seinerseits für eine vereinfachte Version seines Frontflügels, um die Effizienz auf der Geraden zu steigern. Alpine hat neue Deflektoren an der Front hinzugefügt und das Verhalten seines Heckflügels angepasst, um die Höchstgeschwindigkeit zu verbessern. Williams hat die Struktur seiner Vorderradaufhängung verstärkt, während Cadillac seinen Diffusor überarbeitet hat. Schließlich hat Aston Martin Änderungen an seinem Frontflügel sowie an den Flügeln an der Vorderseite des Unterbodens vorgenommen.

Zu erwähnen ist ein kleiner Zwischenfall zwischen Franco Colapinto und Max Verstappen. Der junge Argentinier war gerade dabei, seine Reifen etwas zu sorglos aufzuwärmen, ohne zu bemerken, dass Verstappen, der sich auf einer schnellen Runde befand, hinter ihm auftauchte. Er beendete sofort sein Zickzackfahren, um aus der Fahrbahn zu gehen und den Red-Bull-Piloten vorbeizulassen. 

An der Spitze der Tabelle knüpfen die Ferraris auf den Plätzen 5 und 6 an die gute Arbeit aus dem ersten Training an und bestätigen eine vielversprechende Form. Auch wenn der Rennwagen auf einer Runde etwas unruhig ist, zeigt er sich auf langen Stints deutlich zuverlässiger.

Was die Franzosen betrifft, so verlief diese Session ähnlich wie die erste: sehr unauffällig. Ocon, der in FP1 Zehnter war, fuhr diesmal die elftschnellste Zeit. Pierre Gasly und Isack Hadjar belegten die Plätze 14 und 15.