Oscar Piastri: McLaren will seine Weiterentwicklungen zu einer echten Bedrohung machen

Oscar Piastri: McLaren will seine Weiterentwicklungen zu einer echten Bedrohung machen
Bildnachweis: Portrait d'Oscar Piastri, pilote australien de McLaren, lors du Grand Prix de Miami 2026, 4e course du championnat du monde 2026. Crédit photo Overtake Agency / Joseph Pinchin

Oscar Piastri kommt mit einer Mischung aus Vorsicht und Ehrgeiz nach Miami. Vor dem Grand Prix begrüßte der Australier die Anpassungen am technischen Reglement, wies jedoch darauf hin, dass die Grenzen dieser Fahrzeuggeneration nicht einfach durch einen Schraubenschlüssel-Eingriff im Reglement beseitigt werden können.

Für den McLaren-Piloten Oscar Piastri gehen die Änderungen „in die richtige Richtung“, insbesondere in Bezug auf Sicherheit und das Management des Boosts. Er ist jedoch der Ansicht, dass das Grundproblem bestehen bleibt, solange die Architektur der Antriebseinheiten nicht überarbeitet wird. Im Klartext: Die Geschwindigkeitsunterschiede, die mit der Rückgewinnung und dem Einsatz von Energie zusammenhängen, können gemildert, aber nicht vollständig beseitigt werden.

Miami markiert auch einen wichtigen Meilenstein für McLaren, das mehrere Weiterentwicklungen einführt. Piastri hofft natürlich auf einen Leistungsgewinn, verspricht aber keine Wunder. „Das wird nicht reichen, um Mercedes an diesem Wochenende herauszufordern“, räumte er ein, betonte aber gleichzeitig die gute Dynamik des Teams seit Suzuka.

Das Wochenende in Florida bot dem australischen Fahrer zudem eine historische Einlage, als er sich ans Steuer des 2008er Weltmeister-McLaren von Lewis Hamilton setzte. Der Saug-V8, der Sound, die mechanische Einfachheit: Piastri machte keinen Hehl aus seiner Freude. Eine nützliche Erinnerung auch daran, was die moderne F1 manchmal wiederzufinden versucht.

In der breiteren Debatte um das Gewicht der Autos zeigte sich Piastri klar in der Sache. Die 30 Kilogramm, die in dieser Saison eingespart wurden, reichen nicht aus, um das Fahrgefühl zu verändern. Seiner Meinung nach müsste man wahrscheinlich „50 Kilogramm oder mehr“ einsparen, vielleicht sogar in Richtung 100 Kilogramm gehen, um einen wesentlichen Unterschied zu spüren. Ein Ziel, das jedoch schwer zu erreichen ist, ohne die Antriebsstränge grundlegend zu überarbeiten…