Istanbul Park kehrt ab 2027 in die Formel 1 zurück: Der Grand Prix der Türkei findet wieder statt

Istanbul Park kehrt ab 2027 in die Formel 1 zurück: Der Grand Prix der Türkei findet wieder statt
Bildnachweis: Logos de la FIA et de la F1 visibles aux essais de pré-saison 2026 à Bahreïn. Crédit photo Overtake Agency / Romain Mathon

Diese Rückkehr wird Puristen begeistern … und den Reifeningenieuren ein Lächeln ins Gesicht zaubern. Die Formel 1 hat die Rückkehr des Grand Prix der Türkei ab 2027 offiziell bestätigt, mit einer Vereinbarung, die bis 2031 läuft. Ja, der Istanbul Park ist offiziell wieder im Kalender vertreten.

Die Vereinbarung wurde mit dem türkischen Ministerium für Jugend und Sport geschlossen, mit logistischer Unterstützung des türkischen Motorsportverbands. Ein klarer, stabiler und vor allem langfristiger Rahmen.

Die Türkei ist für das Fahrerlager kein Neuland: Dort wurden bereits neun Grand Prix ausgetragen, darunter die beiden besonderen Auflagen von 2020 und 2021 mitten in der Covid-Pandemie. Zwei Rennen, die in Erinnerung geblieben sind, insbesondere das von 2020, bei dem Lewis Hamilton seinen siebten Weltmeistertitel holte und damit mit Michael Schumacher gleichzog. Nicht gerade eine Nebensächlichkeit.

Eine Strecke, die es in sich hat

Der Istanbul Park ist eine Strecke für Fahrer. Unebenes Gelände, technische Kurvenfolgen und vor allem die berühmte Kurve 8 – eine lange Linkskurve mit mehreren Scheitelpunkten, die das Gleichgewicht des Autos auf die Probe stellt … und die Nackenmuskulatur.

Aber Istanbul auf diese eine Kurve zu reduzieren, wäre fast unfair. Zwischen einer bergab führenden Kurve 1, die an einige große Klassiker erinnert, und einer langen Geraden, die zum Überholen einlädt, bietet die Strecke einen seltenen Mix: technisch, schnell, anspruchsvoll. Kurz gesagt: alles andere als ein Spaziergang.

Eine Siegerliste, die nach Champion riecht

Der letzte Sieger? Valtteri Bottas im Jahr 2021 mit Mercedes. Zusammen mit Hamilton ist er übrigens einer der beiden einzigen aktuellen Fahrer, die sich dort durchgesetzt haben.

Doch der König von Istanbul bleibt Felipe Massa, der zwischen 2006 und 2008 mit Ferrari drei Mal in Folge gewann. Dahinter lauter Schwergewichte: Kimi Räikkönen, Sebastian Vettel oder auch Jenson Button. Mit anderen Worten: Istanbul wählt seine Sieger nicht zufällig aus.

Eine kleine Anekdote für Statistikfans: Hier holte sich auch Lance Stroll seine erste Pole-Position in der Formel 1. Das zeigt, dass diese Rennstrecke manchmal gerne die Hierarchie durcheinanderwirbelt.

Und diese Rückkehr ist nicht nur eine Frage der Nostalgie. Die Formel 1 stützt sich in der Türkei auf eine solide Basis: mehr als 19 Millionen Fans und eine stark wachsende digitale Präsenz. Das Interesse ist echt und wächst schnell, wie fast überall auf der Welt seit dem Start der Netflix-Serie „Drive to Survive“.

Eine strategische Entscheidung

Auf Seiten der Verantwortlichen herrscht offensichtliche Zufriedenheit. Stefano Domenicali lobt eine anspruchsvolle Rennstrecke und eine Stadt am Schnittpunkt verschiedener Kulturen, während Mohammed Ben Sulayem in dieser Rückkehr ein starkes Signal für die weltweite Expansion der Meisterschaft sieht.

Ähnlich klingt es auf türkischer Seite, wo Recep Tayyip Erdoğan die Popularität des Sports und die Fähigkeit des Landes zur Organisation von Großveranstaltungen hervorhebt.

Wir sehen uns 2027

Aufgrund des Rennkalenders muss man sich noch etwas gedulden, bevor die F1-Boliden wieder in Kurve 8 eintauchen. Das genaue Datum des Rennens ist noch nicht bekannt – klassische Spannung –, aber eines ist sicher: Der Istanbul Park wird wieder zu einem wichtigen Austragungsort.