Die Strafe wurde wenige Stunden nach dem Zieleinlauf verhängt: Gabriel Bortoleto wurde vom Sprint des Grand Prix von Miami disqualifiziert, nachdem an seinem Rennwagen ein technischer Verstoß festgestellt worden war.
Gabriel Bortoleto, der nach den 100 Kilometern am Samstag ursprünglich auf Platz 11 lag, sieht sein Ergebnis nun schlichtweg annulliert. Grund dafür: Ein über dem zulässigen Grenzwert liegender Ansaugluftdruck des Motors.
Ein Druck von über 4,8 barA
Bei den technischen Kontrollen nach dem Rennen ergaben Messungen am Auto Nr. 5 einen Druck, der den zulässigen Wert von 4,8 barA überschritt. Dies stellt einen direkten Verstoß gegen Artikel C5.3.2 des technischen Reglements der FIA dar.
Die Rahmenbedingungen sind jedoch eindeutig: Der Ansaugluftdruck muss „jederzeit“ unter diesem Grenzwert bleiben. Das System unterliegt strengen Vorgaben, wobei FIA-zugelassene Sensoren, die einen obligatorischen Durchfluss der Verbrennungsluft vorschreiben, an validierten Stellen im Ansaugsystem installiert sind.
Audi räumt die Tatsachen ein, findet aber keine Ausrede
Bei der Anhörung durch die Offiziellen hat das Audi-Team die Schlussfolgerungen nicht bestritten. Es versuchte jedoch, den Vorfall in einen Kontext zu stellen, und verwies auf eine einmalige Überschreitung in einer einzigen Runde, die auf einen unerwarteten Temperaturanstieg zurückzuführen sei.
Eine schnelle Reaktion hätte es ermöglicht, die Parameter wieder in den zulässigen Bereich zu bringen. Dies reichte jedoch nicht aus, um die Strafe zu vermeiden.
Die Rennkommissare verweisen auf einen zentralen Punkt des Reglements: Die Konformität muss dauerhaft und ausnahmslos gewährleistet sein. Eine Nulltoleranz, die wenig Raum für Interpretationen lässt.
Ein Sprint-Wochenende zum Vergessen für Audi
Diese Disqualifikation verschlechtert die ohnehin schon schwierige Bilanz für Audi in Miami. Zuvor hatte Nico Hülkenberg nicht einmal an den Start gehen können, da sein Rennwagen während der Einführungsrunden in Brand geraten war.
Zwischen mangelnder Zuverlässigkeit und einem technischen Verstoß verlässt der deutsche Hersteller den Sprint somit ohne jegliches greifbares Ergebnis.