Cadillac lässt Colton Herta im freien Training an den Start gehen: „Ein logischer Schritt in seiner Entwicklung“

Cadillac lässt Colton Herta im freien Training an den Start gehen: „Ein logischer Schritt in seiner Entwicklung“
Bildnachweis: Valtteri Bottas pilote pour le Cadillac Formula 1 Team lors du Grand Prix d'Australie 2026, début du championnat FIA de F1, à Melbourne du 5 au 8 mars 2026. (Overtake Agency / Levi Erb)

Cadillac legt weiterhin den Grundstein für sein F1-Projekt. Das amerikanische Team wird Colton Herta in diesem Jahr vier Freie-Trainings-Sessions der ersten Kategorie anbieten, wobei die erste Testfahrt in Barcelona geplant ist. Ein wichtiger Schritt im Aufstieg des amerikanischen Fahrers.

In Barcelona wird Colton Herta zum ersten Mal ein Formel-1-Grand-Prix-Wochenende als Fahrer auf der Strecke erleben. Cadillac hat bestätigt, dass der US-Amerikaner am ersten freien Training auf der katalanischen Rennstrecke teilnehmen wird – dem ersten von vier geplanten Einsätzen in dieser Saison.

Der 26-jährige Herta ist Teil eines Hybridprogramms: Er fährt in diesem Jahr in der Formel 2 und ist gleichzeitig Testfahrer für Cadillac, das sich aktiv auf seinen Einstieg in die Formel 1 vorbereitet.

Ein ungewöhnlicher Werdegang – vom IndyCar zur Formel 2, bevor er die Formel 1 ins Visier nimmt –, der jedoch einen klaren Willen widerspiegelt: bereit und vor allem glaubwürdig im Fahrerlager anzukommen.

Vier EL1-Sessions, um zu überzeugen

Nach Barcelona wird Herta im Laufe der Saison drei weitere Freitags-Sessions bestreiten, als punktueller Ersatz für Valtteri Bottas und Sergio Perez.

Ein Programm, das in seiner Struktur klassisch ist, aber in der Umsetzung entscheidend. Die EL1 sind keine einfachen Kennenlernsitzungen: Es sind Schlüsselmomente, um Daten zu sammeln, die Abläufe zu verstehen und vor allem sich in die Abläufe eines Teams zu integrieren, das sich noch im Aufbau befindet.

„Ich freue mich darauf, ein komplettes Rennwochenende mit dem Team zu bestreiten und bei jedem Rennen dazuzulernen“, erklärt Herta. Die Worte klingen ordentlich und engagiert – doch dahinter steht ein sehr realer Einsatz. Jede Runde zählt.

Cadillac macht seine Schritte

Bei Cadillac steht man voll und ganz hinter diesem schrittweisen Aufstieg. Graeme Lowdon, Teamchef, betont die Logik des Programms: „Es ist eine natürliche Weiterentwicklung seiner Rolle als Testfahrer.“

Das heißt: keine Eile, sondern eine methodische Integration. Herta hat in der IndyCar-Serie bereits solide Leistungen gezeigt, und sein Debüt in der F2 wurde als vielversprechend bewertet. Nun gilt es, dies in das sehr spezifische Umfeld der Formel 1 zu übertragen.

Dan Towriss, CEO des Projekts, sieht das genauso: „Diese Sessions sind eine wertvolle Gelegenheit, sich einzufinden und ein Grand-Prix-Wochenende zu verstehen.“

Kurz gesagt: Cadillac bereitet sowohl seinen Fahrer als auch sein Team vor.

Ein beschleunigter Lernprozess

Für Herta ist das Ziel klar: so viele Informationen wie möglich aufzunehmen. Zwischen Reifenmanagement, Abläufen, der Zusammenarbeit mit den Ingenieuren und den operativen Anforderungen eines F1-Wochenendes gibt es viel zu lernen.

Doch das Timing ist interessant. Da die F2 in bestimmte Rennwochenenden integriert ist, insbesondere in Miami und Kanada, wird der Amerikaner unter verschiedenen Bedingungen viele Kilometer zurücklegen.

Eine gute Möglichkeit, ein schnelles Situationsverständnis zu entwickeln – eine unverzichtbare Eigenschaft auf höchstem Niveau.