Stürme in Miami: Ein US-Gesetz könnte den Grand Prix unterbrechen

Stürme in Miami: Ein US-Gesetz könnte den Grand Prix unterbrechen
Bildnachweis: Portrait de Lewis Hamilton au Grand Prix de Miami 2025, 6e manche du championnat 2025, avec Ferrari à Miami. Crédit photo Overtake Agency / Joe Pinchin

Der Grand Prix von Miami könnte durchaus nicht wie geplant stattfinden. Nicht wegen eines technischen Problems oder einer möglichen spektakulären Kollision … sondern wegen des Wetters und vor allem wegen einer für die USA typischen reglementarischen Besonderheit.

Nach den aktuellen Vorhersagen dürfte das Wochenende in Florida reibungslos beginnen. Freitag und Samstag versprechen insgesamt trockenes und sonniges Wetter. Doch für Sonntag, den Renntag, wird es deutlich komplizierter: Die Regenwahrscheinlichkeit liegt bei fast 90 % und vor allem besteht eine Wahrscheinlichkeit von mehr als 50 %, dass es zu Gewittern kommt.

Und genau dieser Punkt ändert alles.

Denn in den USA unterliegen große Sportveranstaltungen im Freien strengen Sicherheitsvorschriften. Bei Blitzgefahr in der Nähe muss das Rennen unterbrochen werden. Da gibt es keine Diskussion.

Warum die Formel 1 bei Gewitter nicht fahren kann

Im Gegensatz zu einem einfachen Regenschauer – mit dem die Formel 1 gut zurechtkommt – stellen Gewitter ein viel größeres Problem dar.

Erstens kann der Rettungshubschrauber unter diesen Bedingungen nicht starten. Seine Anwesenheit ist jedoch zwingend erforderlich, um die Sicherheit der Fahrer zu gewährleisten.

Zweitens betrifft die Gefahr auch die Zuschauer. Da Zehntausende von Menschen gefährdet sind, ist es unmöglich, die Veranstaltung fortzusetzen, wenn eine Blitzgefahr festgestellt wird.

Die Folge: sofortige rote Flagge, Rückkehr an die Boxen … und Warten.

Ein ganz bestimmtes Verfahren im Falle einer Unterbrechung

Wenn ein Gewitter über die Rennstrecke zieht, würde das Rennen gemäß dem Sportreglement unterbrochen werden. Alle Autos müssten auf die Boxengasse zurückkehren, bevor sie in die Garagen gebracht werden.

Interessante Besonderheit: Bei den Rennen in den USA – Miami, Austin und Las Vegas – dürfen die Teams während einer Unterbrechung in den Garagen an den Rennwagen arbeiten. Eine seltene Ausnahme in der Formel 1, die gerade durch diese Wetterbedingungen bedingt ist.

Sobald die Bedingungen als sicher eingestuft werden, würde ein Neustart organisiert. Die Startreihenfolge würde im Voraus bekannt gegeben, und die Teams hätten Zeit, sich darauf vorzubereiten.

Sicherheit vs. Spektakel

Die FIA hat bereits darauf hingewiesen, dass diese Entscheidungen neben den sportlichen Vorschriften auch von den lokalen Behörden getroffen werden. Kurz gesagt: Selbst wenn die Strecke befahrbar ist, kann das Rennen abgebrochen werden, wenn die allgemeine Sicherheit nicht gewährleistet ist.

Eine logische Entscheidung… die jedoch frustrierend sein könnte, sollte sich dieses Szenario bestätigen – das wollen wir nicht verschweigen.

Miami, unberechenbares Terrain

Florida ist bekannt für seine wechselhaften Wetterbedingungen, mit Gewittern, die schnell aufziehen können, oft am späten Nachmittag.

Mit anderen Worten: Alles ist noch offen. Der Grand Prix könnte normal stattfinden… oder sich zu einem unruhigen, strategischen oder sogar unterbrochenen Rennen entwickeln.

Und in solchen Situationen sind es nicht immer die Schnellsten, die am besten abschneiden, sondern die Erfahrensten, wie Fernando Alonso und Lewis Hamilton.

In Miami muss man dieses Jahr vielleicht mehr denn je auch gegen… den Himmel antreten.