Mercedes sieht das Leben in Miami durch eine rosarote Brille

Mercedes sieht das Leben in Miami durch eine rosarote Brille
Bildnachweis: Portrait de Kimi Antonelli, pilote italien pour Mercedes-AMG PETRONAS, au Grand Prix du Japon 2026 à Suzuka. Crédit photo Overtake Agency / Kohei Hirota

Der Grand Prix von Miami hat sich innerhalb weniger Saisons zum idealen Schauplatz für die auffälligsten Marketingaktionen im Fahrerlager entwickelt. In diesem Jahr hat Mercedes beschlossen, gemeinsam mit seinem Partner Nu ganz offen vorzugehen und auf eine starke … und selbstbewusste visuelle Identität zu setzen.

Zum ersten Mal werden George Russell und Kimi Antonelli während des Grand-Prix-Wochenendes in Miami nicht nur einen, sondern gleich drei verschiedene Rennanzüge tragen. Was haben sie gemeinsam? Einen sehr markanten violetten Farbton, der direkt von der visuellen Identität von Nu inspiriert ist. Hinter dieser ästhetischen Entscheidung verbirgt sich eine echte Erzählung: Jeder Anzug steht für eine Etappe der Expansion der Marke, von den Anfängen in São Paulo über Lateinamerika bis hin zur Etablierung in den Vereinigten Staaten.

Die Idee geht also über einen einfachen Farbtupfer hinaus. Sie ist Teil einer umfassenden Kampagne, die einen Werbe-Kurzfilm, eine verstärkte Präsenz in Miami und sogar ein immersives Erlebnis in der Stadt umfasst. Das Ziel ist klar: die einzigartige Aufmerksamkeit des Wochenendes in Florida zu nutzen, um dieser 2026 gestarteten Partnerschaft Gestalt zu verleihen.

Ein paar freundliche Sticheleien in den sozialen Netzwerken

Aber natürlich bleibt in der Formel 1 eine so markante visuelle Entscheidung nie unbemerkt. Und dieses intensive Violett sorgte schnell für Reaktionen. In den sozialen Netzwerken tauchten bald Vergleiche auf, wobei einige Fans eine recht amüsante Ähnlichkeit mit einer berühmten Schokoladenverpackung sahen. Nichts Böses, aber genug, um innerhalb weniger Stunden im digitalen Fahrerlager die Runde zu machen.

Bei Mercedes ist eine Überraschung kaum vorstellbar. An einem Wochenende, an dem das Image fast genauso viel zählt wie die Leistung, gehört es zum Spiel, Reaktionen zu provozieren. Und in dieser Hinsicht ist das Wagnis gelungen: Die Lackierung – oder besser gesagt die Overalls – stehen bereits im Mittelpunkt der Diskussionen, noch bevor die Autos auf die Strecke gehen.

Nun bleibt abzuwarten, ob sich diese gewagte Wahl auch in der Leistung niederschlägt. Denn abgesehen vom Stil zählt immer noch die Rundenzeit. Und ob in Lila oder Schwarz, daran ändert sich nichts.