Erstes Podium bei Ferrari für Lewis Hamilton: „Das ist ein Traum“

Erstes Podium bei Ferrari für Lewis Hamilton: „Das ist ein Traum“
Bildnachweis: Portraits de Lewis Hamilton (Grande-Bretagne) de la Scuderia Ferrari HP et de Kimi Antonelli (Italie) de Mercedes-AMG PETRONAS lors du Grand Prix de Chine 2026. Crédit photo Overtake Agency / Levi Erb

Als Dritter beim Großen Preis von China hinter dem Mercedes-Doppelsieg sicherte sich Lewis Hamilton seinen ersten Podiumsplatz mit Ferrari. Nach einem hervorragenden Start und einem harten Kampf mit Charles Leclerc freut sich der Brite über ein ermutigendes Ergebnis, auch wenn die Scuderia noch eine Stufe hinter den Mercedes zurückbleibt.

Wie schon beim Grand Prix von Australien hatte Ferrari in Shanghai einen perfekten Start. Als die Ampeln ausgingen, zeigte sich Lewis Hamilton am entschlossensten und übernahm sofort vor der ersten Kurve die Führung.

Das Rennen entwickelte sich dann schnell um die Mercedes herum, wobei Kimi Antonelli bereits in den ersten Runden die Führung übernahm. Doch Hamilton blieb fest im Rennen, insbesondere nach dem Neustart nach der Safety-Car-Phase.

Der Brite prägte lange Zeit den Kampf um das Podium in einem intensiven Duell mit seinem Teamkollegen Charles Leclerc. Die beiden Ferraris lieferten sich mehrere Rad-an-Rad-Duelle, ohne dabei jemals die rote Linie zu überschreiten.

Am Ende hielt Hamilton durch und sicherte sich den dritten Platz hinter dem Mercedes-Doppelsieg.

„Ein Kampf, wie wir ihn lieben“

Auf dem Podium machte der siebenfache Weltmeister keinen Hehl aus seiner Freude nach diesem spannenden Rennen. „Ein riesiges Lob an Kimi, ich freue mich so sehr für ihn und darüber, diesen Moment mit ihm zu teilen. Er hat meinen Platz bei Mercedes eingenommen, also ein Lob an sie.“

Hamilton genoss vor allem das Duell mit Leclerc. „Es hat mir großen Spaß gemacht. Ich hatte einen hervorragenden Start und konnte mich mit Charles messen. Es war unglaublich, Rad an Rad.“

Ein hart umkämpfter, aber fairer Kampf. „Es war sehr korrekt. Ich glaube, es gab an einer Stelle einen leichten Kontakt, aber das ist das harte Rennen, wie wir es lieben.“

Trotz dieses Podiumsplatzes bleibt der Brite realistisch, was die aktuelle Rangordnung angeht. „Das ist nicht ganz dort, wo wir gerne wären. Wir würden gerne vorne liegen, aber wir haben eine hervorragende Basis, auf der wir aufbauen können.“

„Wir haben noch Arbeit vor uns“

Kaum war das Rennen vorbei, sandte Hamilton bereits eine klare Botschaft aus dem Cockpit an sein Team. „Wir haben noch viel Arbeit vor uns, müssen weiter Druck machen, aber ich glaube an euch. Forza Ferrari.“

Die Scuderia scheint in der Tat noch eine Stufe hinter Mercedes zu liegen, insbesondere bei der Höchstgeschwindigkeit.

Eine Feststellung, die der Brite auch nach dem Rennen bestätigte. Ferrari hatte jedoch nicht das Zeug dazu, den Mercedes einzuholen. „Ich hätte sie gerne aufhalten können, aber wir liegen eine Stufe hinter ihnen, besonders auf den Geraden“, erklärte er anschließend gegenüber Canal +.

Ein Podium voller Emotionen

Über das sportliche Ergebnis hinaus hatte dieses Podium für Hamilton auch eine persönliche Bedeutung. „Mein erstes Podium hier für Ferrari vor meiner Mutter, am Muttertag, in China zu erreichen, ist ein Traum.“

Für die Scuderia zu fahren, bleibt für ihn ein besonderer Meilenstein in seiner Karriere. „Für Ferrari zu fahren, war mein ganzes Leben lang ein Traum. (Dieses Podium) ist der erste Schritt, und das ist etwas ganz Besonderes für mich.“

Als Dritter in Shanghai beschert Lewis Hamilton Ferrari somit wertvolle Punkte… und erinnert gleichzeitig daran, dass das eigentliche Ziel woanders liegt: wieder um den Sieg mitzukämpfen.