Ferrari in Miami enttäuscht: Hamilton hatte sich mehr erhofft, Leclerc macht die Reifen dafür verantwortlich
Ferrari hatte gehofft, seine gute Form vom Beginn des Rennwochenendes in Miami bestätigen zu können. Doch nach dem Sprint-Qualifying blieb die Scuderia im Hintergrund, mit einem 5. Platz für Charles Leclerc und einem 7. Platz für Lewis Hamilton.
Dabei hatte für Ferrari alles gut begonnen. Charles Leclerc hatte sich bereits im freien Training von seiner besten Seite gezeigt und dies in SQ2 mit der Bestzeit wiederholt. Doch in der entscheidenden Phase wurden die SF-26 überholt, insbesondere von McLaren und Lando Norris, der sich die Pole für den Sprint sicherte.
Lewis Hamilton machte nach dem Training keinen Hehl aus einer gewissen Enttäuschung. „Wir wussten nicht wirklich, was uns erwarten würde. Ich hatte gehofft, dass wir besser abschneiden würden“, räumt der Brite ein, bevor er hinzufügt: „Das Auto fühlte sich nicht besonders gut an.“
Der siebenfache Weltmeister hatte sich eindeutig mehr erwartet. „Ich dachte, wir wären stärker als heute“, betont er. Eine relative Schwächeleistung, die Ferrari bereits zum Handeln zwingt: „Wir müssen heute Nacht hart arbeiten, um zu verstehen, warum wir nicht schneller sind.“
Leclerc hebt ein Reifenproblem hervor
Charles Leclerc kommt seinerseits zu einer ähnlichen Einschätzung, weist jedoch auf einen entscheidenden Faktor hin: das Reifenmanagement. „Die Verbesserungen sind gut, nur hat jeder welche mitgebracht“, analysiert der Monegasse, der sich der allgemeinen Situation im Feld bewusst ist.
Ferrari hatte insbesondere mit einem Leistungsdefizit bei den weichsten Reifen zu kämpfen. „Die Medium-Reifen funktionierten sehr gut, aber die weichen Reifen gaben kein gutes Gefühl“, erklärt Leclerc. Ein entscheidender Faktor im Qualifying, wo reine Leistung unerlässlich ist.
Der Ferrari-Pilot betont diesen Punkt: „Das ist etwas, das wir analysieren müssen, denn im Qualifying gibt es noch einiges zu tun.“
Hoffnung für das Rennen
Trotz dieser durchwachsenen Session verliert Leclerc die Stärken des SF-26 nicht aus den Augen. „Wir wissen, dass wir im Rennen leistungsstärker sind“, erinnert er und lässt damit eine Chance auf eine Wende erkennen.
Der Monegasse zeigt sich sogar optimistisch für den weiteren Verlauf des Wochenendes: „Ich hoffe, dass wir im Rennen wieder an die Spitze zurückkehren können“, erklärt er und hebt dabei einen entscheidenden Punkt hervor: „Mal sehen, ob wir überholen können.“
Auf einer Strecke wie dem Miami International Autodrome, wo Überholmanöver trotz der langen Geraden schwierig bleiben, muss Ferrari schnell Antworten finden.