Charles Leclerc wurde nach dem Rennen in Miami mit einer 20-Sekunden-Strafe belegt
Charles Leclercs Sonntag war definitiv noch nicht mit der Zielflagge zu Ende. Nachdem er bereits in Miami ein chaotisches Rennende erlebt hatte, erhielt der Ferrari-Pilot nach dem Zieleinlauf eine 20-Sekunden-Strafe … wodurch er vom 6. auf den 8. Platz zurückfiel.
In der letzten Runde hatte Charles Leclerc bereits sein Podium verloren, nachdem er bei der Verfolgung von Oscar Piastri ins Schleudern geraten war. Doch was dann folgte, verschlimmerte die Situation noch weiter.
Sein Ferrari war beschädigt und ließ sich nach rechts nicht mehr richtig lenken. Um die Ziellinie zu erreichen, fuhr der Monegasse mehrfach ab und schnitt mehrere Schikanen. Eine Notlösung… die die Rennkommissare jedoch nicht akzeptabel fanden.
Das Urteil stand fest: wiederholtes Überschreiten der Streckenbegrenzungen mit daraus resultierendem Vorteil. Die Folge: eine Strafe in Höhe eines Drive-Through, umgewandelt in 20 Sekunden Zeitstrafe nach dem Rennen.
Ferrari fällt zurück, Hamilton und Colapinto machen Boden gut
In der Gesamtwertung ist der Abstieg deutlich: Leclerc fällt vom 6. auf den 8. Platz zurück.
Eine schlechte Nachricht für den monegassischen Fahrer, der ohnehin schon frustriert war über eine fragwürdige Strategie und einen langsamen Boxenstopp im Rennen. Doch das Unglück der einen ist das Glück der anderen.
Lewis Hamilton erobert damit den 6. Platz zurück, während Franco Colapinto auf den 7. Platz klettert. Und für den Argentinier ist das alles andere als nebensächlich.
Colapinto bestätigt ein XXL-Wochenende
Colapinto, der bereits das ganze Wochenende über sehr solide war, belohnt sich mit diesen zusätzlichen Punkten. Als Achter auf der Strecke, in mehrere Zweikämpfe verwickelt und in den entscheidenden Momenten nie überholt, bestätigt er seine hervorragende Form.
In einem tückischen Rennen, geprägt von Zusammenstößen, riskanten Strategien und wechselnden Bedingungen, gelang es dem Alpine-Piloten, sauber und opportunistisch zu fahren. Dieser Gewinn einer Position belohnt ein für ihn nahezu perfektes Wochenende.
Für Leclerc fällt die Bilanz deutlich bitterer aus. Zwischen einer schlecht abgestimmten Strategie, einem Fehler in der letzten Runde und nun einer Strafe verlässt der Monegasse Miami mit dem Gefühl, ein sehr gutes Ergebnis verschenkt zu haben.