Laut BBC erwägt die Formel 1 aufgrund der Spannungen und des anhaltenden Konflikts im Nahen Osten die Absage der für April geplanten Grand Prix von Bahrain und Saudi-Arabien.
Nach Informationen der BBC könnten die für April geplanten Grand Prix von Bahrain und Saudi-Arabien aufgrund der Eskalation des Konflikts im Nahen Osten abgesagt werden. Bislang gab es noch keine offizielle Ankündigung seitens der Formel 1 oder der FIA, doch eine Entscheidung wird in den nächsten Tagen erwartet.
Eine Entscheidung, die durch logistische Zwänge vorangetrieben wird
Ebenfalls laut BBC dürfte die F1 aufgrund der logistischen Zwänge der Meisterschaft rasch eine Entscheidung treffen. Der Transport der Ausrüstung der Teams in den Nahen Osten soll normalerweise in den nächsten Tagen beginnen.
Angesichts der aktuellen Lage, die insbesondere durch den Konflikt zwischen den USA, Israel und dem Iran geprägt ist, könnte die Austragung der beiden Rennen ein zu großes Risiko für das Personal im Fahrerlager darstellen.
Auch die Sicherheitslage vor Ort gäbe Anlass zur Sorge. Die Hauptstadt von Bahrain sei bereits Ziel von Raketenangriffen gewesen, während auch Dschidda als zu riskant für die Ausrichtung einer Sportveranstaltung von weltweiter Bedeutung eingestuft werde.
Sollte sich diese Entscheidung bestätigen, würden der für den 12. April geplante Grand Prix von Bahrain und der für das darauffolgende Wochenende angesetzte Grand Prix von Saudi-Arabien schlichtweg aus dem Kalender gestrichen.
Prüfungen… aber verworfen
Angesichts dieser möglichen Absage sollen mehrere Rennstrecken als Ersatzlösungen in Betracht gezogen worden sein. Die BBC erwähnt insbesondere Portimão in Portugal, Imola in Italien oder auch Istanbul Park in der Türkei.
Diese Optionen wurden jedoch letztendlich als wenig realistisch eingestuft. Die Frist für die Organisation eines Grand Prix auf einer dieser Rennstrecken wäre zu kurz, insbesondere in Bezug auf Logistik und Organisation. Zudem wäre es schwierig gewesen, kurzfristig eine Ausrichtungsgebühr zu erhalten, die mit den von Bahrain und Saudi-Arabien gezahlten Beträgen vergleichbar ist.
Die Formel 1 könnte sich daher dafür entscheiden, keines der beiden Rennen zu ersetzen.
Ein erheblicher finanzieller Verlust für die F1
Die Absage dieser beiden Rennen würde somit einen erheblichen Einnahmeverlust bedeuten, den die BBC auf über 100 Millionen Pfund für das Formel-1-Ökosystem beziffert, was etwa 115 Millionen Euro entspricht.
Bahrain und Saudi-Arabien gehören nämlich zu den Veranstaltern, die die höchsten Austragungsrechte im Kalender zahlen. Diese Einnahmen werden anschließend zwischen den Teams und dem Inhaber der kommerziellen Rechte der Meisterschaft aufgeteilt.
Jeder Akteur im Fahrerlager könnte daher einen Einnahmeausfall in Höhe von mehreren Dutzend Millionen Euro erleiden, je nach der endgültigen Verteilung der Prämien.
Eine auf 22 Rennen verkürzte Saison?
Sollte sich diese Annahme bestätigen, würde die Saison 2026 von 24 auf 22 Grand Prix verkürzt werden. Auch der Kalender würde sich dadurch grundlegend ändern.
Die Formel 1 würde dann eine Pause von etwa fünf Wochen zwischen dem Grand Prix von Japan am 29. März und dem Grand Prix von Miami am 3. Mai einlegen.
Bislang gibt es noch keine offizielle Bestätigung. Doch laut der BBC dürfte eine Entscheidung angesichts der logistischen Anforderungen der Meisterschaft bald fallen, möglicherweise sogar noch vor dem Ende des Rennwochenendes in China.