Der Grand Prix von Monaco wurde 1929 vom Automobilclub von Monaco auf Wunsch von Fürst Louis II. gegründet und ist das prestigeträchtigste Formel-1-Rennen der Meisterschaft und das einzige, das an einem Donnerstag beginnt und sich über vier Tage erstreckt.
Als die Straßen von Monaco zum ersten Mal für ein Autorennen gesperrt wurden, hallte nicht nur das Dröhnen der Motoren durch das Fürstentum, sondern auch der Lärm unzufriedener Ladenbesitzer, die gegen den Verlust ihrer Kundschaft protestierten. Ihre Beschwerden, die Anfang der 1950er Jahre vorgebracht wurden, führten zu einem Programmversuch, der den Kalender des Grand Prix für immer verändern sollte.
1950 war in der ersten Formel-1-Saison der Grand Prix von Monaco für den 21. Mai, den Tag der Himmelfahrt, angesetzt, einem Feiertag, der das Wochenende bereits verlängerte. Die lokalen Händler wiesen jedoch schnell darauf hin, dass die für das Rennen errichteten Absperrungen und Tribünen den Verkehr behinderten und potenzielle Kunden von ihren Geschäften fernhielten. Als Reaktion darauf verlegte der Automobilclub von Monaco (ACM) das erste Training auf den Donnerstag zuvor und verwandelte so eine eintägige Veranstaltung in ein viertägiges Spektakel. Diese Entscheidung erwies sich für alle als Gewinn. Die Besucher kamen nun einen Tag früher, was den Tourismus ankurbelte, während die Händler wieder einen normalen Freitag hatten, wodurch der wirtschaftliche Schock abgefedert wurde. Der Erfolg dieses Versuchs etablierte das Training am Donnerstag als monegassische Tradition, auch wenn das Rennen nicht mehr am Himmelfahrtswochenende stattfand. Heute, da der 78. Grand Prix von Monaco am 21. Mai 2021 stattfindet, beginnt das freie Training wieder am Donnerstag und knüpft damit an eine Entscheidung an, die vor mehr als sieben Jahrzehnten getroffen wurde. Die Ursprünge des Rennens gehen auf Fürst Louis II. zurück, der, nachdem die Rallye Monte Carlo 1911 die Begrenztheit des Fürstentums deutlich gemacht hatte, den ACM bat, 1929 den ersten Grand Prix zu veranstalten. William Grover-Williams gewann diesen ersten Sieg am 14. April, und die Veranstaltung erlangte schnell weltweite Bekanntheit.
Seit seiner Aufnahme in die erste Formel-1-Meisterschaft im Jahr 1950 ist Monaco der einzige Grand Prix geblieben, der sich über vier Tage erstreckt. Die moderne Logistik hat das Programm am Freitag verändert: Während die Straßen am Nachmittag für den normalen Verkehr geöffnet sind, ist der Vormittag nun für die GP2-Serie reserviert, sodass die Rennstrecke auch vor dem Hauptrennen vom Wettbewerb belebt bleibt. Diese Mischung aus Tradition, Wirtschaft und Sport macht das Rennwochenende in Monaco weiterhin zu einem einzigartigen Ereignis im F1-Kalender.