Spanien ist Gastgeber der Testfahrten zur Formel-1-Saison 2015

Spanien ist Gastgeber der Testfahrten zur Formel-1-Saison 2015
Bildnachweis: FanF1

Nach den ersten Runden der neuen Einsitzer ist es schwierig, endgültige Schlussfolgerungen zu ziehen, aber es scheint sich ein Trend abzuzeichnen. Hier ist ein Beispiel, das einen Eindruck davon vermitteln könnte, wie die Saison 2015 beginnen wird.

Die offiziellen Testfahrten begannen am Sonntag in Jerez in Südspanien und markierten die Rückkehr der Formel 1 auf die Rennstrecke nach einigen Wochen Zwangspause. Das Highlight der ersten Testfahrten war die Vorstellung des brandneuen Hybridmotors von Honda. Die Ergebnisse waren ziemlich vorhersehbar: Fernando Alonso und Jenson Button hielten ihre McLaren aus dem Rampenlicht heraus und verzichteten auf schnelle Runden. Wahrscheinlich muss man bis zum nächsten Testwochenende in Barcelona warten, um einen genaueren Eindruck davon zu bekommen, wie sich der japanische Motor in das britische Chassis einfügt. Ferrari hingegen zeigte vielversprechende Geschwindigkeiten. Sebastian Vettel, der einen ungewöhnlich schlichten Helm trug, dominierte die Zeitenliste in den ersten beiden Sessions, während Kimi Räikkönen ebenfalls gute Ergebnisse erzielte, was angesichts der bescheidenen Aussagen der Scuderia vor der Saison, die ein unauffälliges Jahr erwarten ließen, überraschend ist.

Red Bull verfolgte einen zurückhaltenden Ansatz und verbarg den RB11 unter einer schlichten Lackierung, die ohne den Aufstieg von Daniel Ricciardo an die Spitze der Rangliste und die Beschädigung des Frontflügels von Daniil Kvyat unbemerkt geblieben wäre. In nur wenigen Runden gaben beide Fahrer bereits einen Vorgeschmack darauf, was die Saison für das Team bereithalten könnte.

Die Teams aus dem Mittelfeld waren relativ zurückhaltend. Williams, das von einigen als potenzieller Titelanwärter gehandelt wird, scheint bereit zu sein, in den kommenden Wochen an Fahrt aufzunehmen. Lotus verbrachte einige Zeit damit, sich an seinen neuen Mercedes-Hybridmotor zu gewöhnen, in der Hoffnung auf einen Durchbruch, während Sauber eine neue Lackierung vorstellte und überraschend schnelle Zeiten fuhr, wahrscheinlich mit dem Ziel, wohlhabende Sponsoren anzulocken und die Lücken in seinem Budget und seiner gelb-blauen Farbpalette zu schließen.

Force India war in Jerez nicht dabei, und es kursieren weiterhin Gerüchte über finanzielle Schwierigkeiten des Teams. Diese Ungewissheit besteht nicht mehr für Caterham und Manor, die beide die Saison auslassen dürften, sofern nicht ein unwahrscheinliches Wunder geschieht, wie es in der Formel 1 in der Vergangenheit schon vorgekommen ist.