Am 17. Juli 1954 erhielten sieben Fahrer jeweils einen Punkt für die schnellste Runde, und dieser Punkt wurde gleichmäßig auf die sieben Fahrer verteilt.
Es war ein ungewöhnliches Ereignis: Mehrere Fahrer erzielten identische Rundenzeiten. Heutzutage, wo Stoppuhren auf die Tausendstelsekunde genau messen können, ist die Wahrscheinlichkeit eines solchen Gleichstands sehr gering. In den 1950er Jahren jedoch maßen die Zeitmessgeräte nur auf die Sekunde genau, bestenfalls auf die Zehntelsekunde, was solche Zufälle wahrscheinlicher machte.
Im Qualifying gelang es laut offiziellen Unterlagen nur Juan Manuel Fangio, die 46-Sekunden-Marke zu unterbieten. Alle anderen Teilnehmer waren mindestens eine Sekunde langsamer. Vor fast 90.000 Zuschauern wurde der argentinische Champion beim Start vom zweit schnellsten Fahrer des Vortages, José Froilán González, überholt. Auch Stirling Moss und Mike Hawthorn überholten den Weltmeister. Diese vier Männer setzten sich schnell an die Spitze und bauten bereits in der ersten Runde einen deutlichen Vorsprung heraus. Entschlossen, die Führung zurückzuerobern, gab Fangio Vollgas, doch González reagierte mit der schnellsten Runde und einer Durchschnittsgeschwindigkeit von über 154 km/h. Fangio hielt mit und fuhr die gleiche Zeit von 1 Minute und 50 Sekunden. Er war nicht der Einzige: Mike Hawthorn, Onofre Marimon, Stirling Moss, Jean Behra und Alberto Ascari fuhren ebenfalls identische Zeiten. Der Regen, der auf Silverstone niederprasselte, verhinderte eine Verbesserung der Zeiten. 16,86 Punkte Rückstand in der Meisterschaft am Ende der Saison
Damals erhielt der Fahrer mit der schnellsten Runde einen einzigen Punkt in der Meisterschaft. Da sieben Fahrer die Bestzeit teilten, wurde der Punkt gleichmäßig aufgeteilt, sodass jeder 0,14 Punkte erhielt. Die Belohnung war im Kampf um den Titel zwar vernachlässigbar, führte aber zu einer seltenen Dezimalplatzierung mit zwei Dezimalstellen. Fangio gewann schließlich die Weltmeisterschaft in diesem Jahr und lag am Ende 16,86 Punkte vor José Froilán González.