In der Zwischensaison bietet FanF1 Ihnen die Möglichkeit, die Anfänge der Karriere aktueller und ehemaliger Fahrer noch einmal Revue passieren zu lassen. Dieses Mal blicken wir zurück auf Romain Grosjean und den zweiten Lauf der französischen F3-Euroserie 2007 in Nogaro.
Bevor er in die Formel 1 kam, durchlief Romain Grosjean die üblichen Juniorenklassen. Er debütierte 2004 in der Formel Renault und wechselte 2006 in die F3 Euroserie, wo er in seiner ersten Saison den 13. Platz belegte. 2007 wechselte er zum amtierenden Meister ASM Formula 3, einer von Mercedes-Motoren dominierten Einheitsklasse, in der die Fähigkeiten des Fahrers im Vordergrund stehen. Außerdem nahm er am Fahrerentwicklungsprogramm von Renault teil.
Das Teilnehmerfeld 2007 war außergewöhnlich stark. Zu den französischen Teilnehmern gehörten Grosjean, die Newcomer Franck Mailleux, Jean-Karl Vernay, Yann Clairay und Tom Dillmann. Der Rest des Feldes bestand aus zukünftigen Stars wie Kamui Kobayashi, Nico Hülkenberg, Cyndie Allemann, Sébastien Buemi und Edoardo Mortara.
Das vorletzte Rennen fand in Nogaro im Rahmen des FIA-GT-Wochenendes statt. Das Format war einfach: Ein Qualifying bestimmte die Startaufstellung für Rennen 1, die ersten acht Fahrer erhielten Punkte und der Pole-Setter einen zusätzlichen Punkt. Das zweite Rennen am nächsten Tag startete in der Reihenfolge der Zieleinläufe aus dem ersten Rennen, wobei die ersten acht Plätze umgekehrt wurden und nur die ersten sechs Plätze Punkte erhielten. Am 29. September hatte Grosjean einen perfekten Tag und holte sich die Pole Position, den Sieg und die schnellste Rennrunde – ein klassischer Hattrick. Im zweiten Rennen mit umgekehrter Startaufstellung startete er als Achter, überholte drei Konkurrenten und wurde Fünfter. Der Sieg ging an seinen größten Rivalen der Saison, Sébastien Buemi, während Kamui Kobayashi und Nico Hülkenberg das Podium komplettierten. Das Finale der Meisterschaft fand in Hockenheim statt. Grosjean holte sich erneut die Poleposition und fuhr die schnellste Runde, wurde Zweiter in Rennen 1 und Dritter in Rennen 2. Diese Ergebnisse sicherten ihm den Titel mit 11 Punkten Vorsprung auf Buemi, den Zweitplatzierten, und 34 Punkten Vorsprung auf Hülkenberg, den Drittplatzierten. Mit vier Polepositions, sieben schnellsten Runden und sechs Siegen dominierte er alle statistischen Kategorien und gewann die Meisterschaft souverän. Dieser Triumph sicherte ihm einen Platz in der GP2-Serie für 2008, der letzten Stufe vor der Formel 1.