Lewis Hamilton gewinnt seine fünfte Meisterschaft

Lewis Hamilton gewinnt seine fünfte Meisterschaft
Bildnachweis: FanF1

Nach einem schwierigen Grand Prix von Mexiko stellte Lewis Hamilton mit seinem fünften Formel-1-Weltmeistertitel den Rekord von Juan Manuel Fangio ein. Hier ein Überblick über seine fünf Meisterschaften.

Die Geschichte, die sich derzeit im Fahrerlager schreibt, betrifft weniger ein einzelnes Rennen als vielmehr eine ganze Karriere, die sich langsam einem beispiellosen Höhepunkt nähert. Mit 33 Jahren hat Lewis Hamilton bereits den Rekord von Juan-Manuel Fangio mit fünf Weltmeistertiteln eingestellt, eine Leistung, die er auf derselben mexikanischen Rennstrecke vollbrachte, auf der er vier Jahre zuvor zu Alain Prost und Sebastian Vettel in die Riege der vierfachen Weltmeister aufgestiegen war. Im nächsten Kapitel könnte er den legendären Rekord von Michael Schumacher übertreffen, eine Aussicht, die bei den Veteranen dieses Sports und seinen Fans Begeisterung auslöst.

Hamiltons statistischer Fortschritt in Richtung Schumachers Rekorde ist beeindruckend. Er hält bereits den Rekord für die meisten Pole-Positions in der Formel 1 mit 81 und braucht nur noch 23 Podiumsplätze, um Schumachers 155 einzustellen. Mit 20 weiteren Siegen würde er die 91 Siege des Deutschen einstellen. Jedes Rennen hat nun historische Bedeutung. Rückblick auf 2008 – ein minimaler Abstand Nach einem herzzerreißenden zweiten Platz im Jahr 2007 startete Hamilton entschlossen in die Saison 2008, um seinen Wert unter Beweis zu stellen. Der Kampf um die Meisterschaft mit Felipe Massa spitzte sich zu, beide Fahrer holten jeweils fünf Siege. Der entscheidende Moment kam beim Grand Prix von Brasilien, der auf einer rutschigen Strecke ausgetragen wurde. Massa, der sich des Sieges sicher war, überquerte als Erster die Ziellinie, doch Hamilton überholte Timo Glock in der letzten Kurve, sicherte sich den fünften Platz und damit den Titel mit nur einem Punkt Vorsprung. 2014 – Die Wiedergeburt von Mercedes Hamiltons überraschender Wechsel von McLaren zu Mercedes im Jahr 2013, wo er Schumacher ersetzte, schlug in der Welt des Motorsports wie eine Bombe ein. Zusammen mit seinem ehemaligen Kart-Rivalen Nico Rosberg fand der Brite zu neuem Schwung. Nach nur einem Sieg und einem vierten Platz in der Meisterschaft in diesem Jahr setzte er in der Saison 2014 ein echtes Statement und kämpfte gegen seinen Teamkollegen um seinen zweiten Weltmeistertitel, den er in einem dramatischen Finale in Abu Dhabi holte.

2015 – Dominanz und symbolische Geste Im folgenden Jahr gewann Hamilton die Meisterschaft mit großem Vorsprung und sicherte sich den Titel beim Grand Prix der Vereinigten Staaten in Austin mit drei Rennen Vorsprung. Ein denkwürdiges Bild dieser Saison zeigt Nico Rosberg, der sich mit seinem zweiten Platz gedemütigt fühlte und Hamilton vor der Siegerehrung im „Cool Room” seine Kappe zuwarf – eine visuelle Erinnerung an die veränderte Dynamik innerhalb von Mercedes.

2017 – ein Wiederaufleben in einem Umfeld harter Konkurrenz Nach einem schwierigen Jahr 2016, in dem sein Teamkollege und Rivale Rosberg den Titel gewann, sah sich Hamilton einer neuen Bedrohung durch Ferrari unter der Führung von Sebastian Vettel gegenüber. Das Glück war ihm in Singapur hold, wo eine Dreifachkollision Vettel, Kimi Räikkönen und Max Verstappen aus dem Rennen warf und ihm den Weg zu einem unerwarteten Sieg ebnete. Zwei Punkte später, beim Grand Prix von Mexiko, gewann Hamilton seinen vierten Titel und zerstörte damit die Hoffnungen von Ferrari. 2018 – Das Blatt wenden gegen Vettel Die Saison 2018 begann mit einem scheinbar unschlagbaren Ferrari von Vettel. Aber Mercedes und insbesondere Hamilton verbesserten sich von Rennen zu Rennen. Ein kritischer Fehler von Vettel beim Grand Prix von Deutschland kehrte den Trend um und ermöglichte es Hamilton, davon zu profitieren und seine fünfte Meisterschaft zu gewinnen, erneut auf den Straßen von Mexiko-Stadt. Dieser Sieg brachte ihn nicht nur in den Geschichtsbüchern vor Vettel, sondern auch auf Augenhöhe mit Fangio, der ebenfalls Titel mit Mercedes gewann, und näher an den Rekord von sieben Titeln, den Schumacher hält.

Mit jedem Rennen, jeder Poleposition, jedem Podiumsplatz und jedem Sieg wird Hamiltons Vermächtnis weiter ausgebaut. Die Frage, die sich nun in der Welt des Motorsports stellt, ist nicht, ob er Schumachers Zahlen erreichen wird, sondern wann und welche neuen Kapitel in den Annalen der Formel-1-Geschichte geschrieben werden.