Das Ende des Rennens sorgte erneut für Kontroversen, da das Safety Car viel länger auf der Strecke blieb, als es hätte sein sollen.
Im Laufe des letzten Jahres wurde es immer schwieriger, die genauen Regeln für den Einsatz eines Safety Cars am Ende eines Grand Prix zu bestimmen. Seit dem umstrittenen Finale in Abu Dhabi 2021 wurde jeder Einsatz von Mercedes oder Aston Martin kritisiert.
Wenn nicht gerade ein virtuelles Safety Car endlos eingesetzt wird, wird das echte Safety Car kritisiert. Beim Grand Prix von Italien zwang der späte Ausfall von Daniel Ricciardo die Organisatoren, das Safety Car einzusetzen. Da nur noch wenige Runden zu fahren waren und sein Auto sich weigerte, weiterzufahren, schwand die Aussicht, auch nur drei Runden des Rennens zu fahren.
Die Entscheidung, das Safety Car auf der Strecke zu lassen, löste in den sozialen Netzwerken heftige Kritik aus. Die Fans fühlten sich um ein spannendes Finale und einen Kampf zwischen den beiden Titelrivalen gebracht, und das Rennen endete mit einer Parade. Buhrufe ersetzten den Jubel und erstickten jeden Moment der Freude. Nach dem Drama um den Titel 2021 ist dies eine neue Kontroverse, die von der FIA und den Rennkommissaren ausgelöst wurde. Im Nachhinein fragten sich viele Kommentatoren, ob eine rote Flagge nicht sinnvoller gewesen wäre. Ein dramatisches Ende wie beim Rennen in Baku im letzten Jahr hätte einem ansonsten flachen Ereignis Spannung und unerwartete Wendungen verleihen können. Natürlich hätte dies die Rangliste durcheinanderbringen und Max Verstappen möglicherweise einen Sieg „rauben” können, den er sich bereits mehr als 30 Runden zuvor gesichert hatte. Aber Rennen sind nun einmal Rennen, und Neustarts unter Safety-Car-Bedingungen gehören zum Sport dazu. Das wäre besser gewesen als dieses langweilige und fade Ende vor einer Menge von 200 % begeisterten Tifosi, die Charles Leclerc bejubelten, der Monza mit der italienischen Nationalhymne in Brand hätte setzen können.
Einmal mehr hat die FIA das Ende des Rennens schlecht gemanagt, aber die Behauptung, die höchste Instanz des Sports sei von Red Bull bezahlt worden, um Verstappens Sieg zu garantieren, ist absurd. Als ob ein Weltmeister, der kurz vor seinem zweiten Titel steht, das nötig hätte. Mit 11 Siegen in 16 Grand Prix ist klar, dass er in dieser Saison nichts mehr zu beweisen hat.