Jean-Pierre Beltoise, ehemaliger Formel-1-Pilot und Sieger des Grand Prix von Monaco 1972, ist heute in Dakar verstorben, wie seine Familie bekannt gab.
Der Tod von Jean-Pierre Beltoise heute Morgen in Dakar im Alter von 77 Jahren hat die Welt des Motorsports an eine Karriere erinnert, die ebenso von Beharrlichkeit wie von Triumph geprägt war. Der ehemalige französische Rennfahrer, der am Silvesterabend und am Neujahrstag zwei Schlaganfälle erlitt, hinterlässt ein Vermächtnis, das weit über seine 85 Grand-Prix-Starts zwischen 1966 und 1973 hinausgeht.
Sein Sieg beim Grand Prix von Monaco 1972 für Matra bleibt zwar der Höhepunkt seiner Formel-1-Karriere, doch es ist die Geschichte seines Comebacks, die weiterhin inspiriert. 1964 zwang ihn ein schwerer Unfall beim 12-Stunden-Rennen von Reims zu einer zehnmonatigen Pause und hinterließ ihm eine Blockade im linken Arm auf Höhe des Ellbogens. Beltoise ließ sich jedoch nicht entmutigen, kehrte ans Steuer zurück, wechselte zu BRM und sicherte sich einen Platz unter den angesehenen Persönlichkeiten dieses Sports. Der Motorsport ist eine Familienangelegenheit. Seine Söhne Anthony und Julien traten in die Fußstapfen ihres Vaters, wobei Anthony mehrfach an den 24 Stunden von Le Mans teilnahm. Sein Tod wird von allen, die ihn auf und abseits der Rennstrecke kannten, zutiefst betrauert.
Die Redaktion von FanF1 spricht der Familie Beltoise und allen, die seinen unbeugsamen Geist schätzten, ihr aufrichtiges Beileid aus.