Die oft kritisierte ungarische Rennstrecke sorgt dennoch immer wieder für Überraschungen: Seit ihrem Debüt in der Weltmeisterschaft 1986 haben vier Fahrer auf dieser kurvenreichen Strecke den Sieg errungen.
Budapest hat sich still und leise einen Ruf als Sprungbrett für zukünftige Formel-1-Champions erarbeitet, und der Triumph von Esteban Ocon an diesem Wochenende hat dieser Legende ein neues Kapitel hinzugefügt. Nach einer Kollision in der ersten Runde, die mehrere Anwärter aus dem Rennen warf, fuhr Ocon seinen Wagen zum Sieg in einem Rennen, das an drei frühere ungarische Siege erinnerte, die später zu Weltmeistertiteln führten.
Dieser Trend begann 1993, als Damon Hill am Steuer eines Williams-Renault von Beginn an die Führung übernahm und seinen ersten Sieg auf den Straßen der ungarischen Hauptstadt errang. Zehn Jahre später holte der damals 22-jährige Fernando Alonso seinen ersten Sieg für das neue Renault-Team und markierte damit den Beginn einer Karriere, die ihm 2005 und 2006 zwei aufeinanderfolgende Meisterschaften einbrachte.
Sechs Jahre später war der Grand Prix 2006 von Regen und Chaos geprägt, aber er ermöglichte Jenson Button auch seinen ersten Sieg nach 113 Starts, ein Sieg, der seinen Titel von 2009 ankündigte. Im Jahr 2008 schien Felipe Massa auf dem besten Weg zum Podium zu sein, doch drei Runden vor Schluss gab sein Motor den Geist auf und bescherte Heikki Kovalainen einen unerwarteten und letztlich einzigen Grand-Prix-Sieg.
Von diesen ersten vier Siegern wurden drei genau drei Saisons später Weltmeister: Hill 1996, Alonso 2006 (sein zweiter Titel) und Button 2009. Der jüngste Erfolg von Ocon setzt die Tradition von Budapest fort, das als entscheidendes Testgelände für Fahrer dient, die zu den höchsten Auszeichnungen dieses Sports bestimmt sind.