Grand Prix von Bahrain: Rückblick auf die Höhepunkte der Vergangenheit

Grand Prix von Bahrain: Rückblick auf die Höhepunkte der Vergangenheit
Bildnachweis: FanF1

Der Start der Formel-1-Saison 2021 in Bahrain erinnert uns daran, dass diese Rennstrecke, die seit 2004 im Kalender steht, Schauplatz unzähliger Rennen war, die von Enttäuschungen, Dramatik und purem Talent geprägt waren.

2009 – Das vergängliche Versprechen von Toyota

Als die japanische Marke 2009 auf der Rennstrecke von Bahrain debütierte, spürte das gesamte Fahrerlager einen seltenen Funken. In den ersten zehn Runden fuhren die beiden Toyotas wie ein eingespieltes Duo und ließen ihre Konkurrenten hinter sich. Doch dieser Moment des Ruhms erwies sich als kurzlebig: Nur Jarno Trulli konnte sich auf dem dritten Platz halten, während Jenson Button im Brawn und Sebastian Vettel im Red Bull die Führung übernahmen. Diese Saison markierte das Ende des F1-Kapitels von Toyota, das mit einem respektablen vierten Platz in der Konstrukteurswertung abschloss, aber nach acht Jahren (2002-2009) ohne einen einzigen Sieg blieb.

2014 – Mercedes' Hybrid-Debüt und ein spektakulärer Überschlag

Die Ära der V6-Hybride begann mit Mercedes in der Pole Position, dessen beiden Silberpfeile Seite an Seite in ein hart umkämpftes Zweirunden-Duell starteten, das das Windschattenfahren von seiner besten Seite zeigte. Lewis Hamilton gewann schließlich, aber das Rennen nahm in der vierten Runde eine dramatische Wendung, als das aggressive Manöver von Pastor Maldonado zu einem spektakulären Überschlag von Esteban Gutiérrez führte und daran erinnerte, dass selbst die perfektesten Maschinen in einem Augenblick gedemütigt werden können.

2017 – Bottas im Kreuzfeuer der Teamorder

In Bahrain 2017 holte Valtteri Bottas seine erste Pole Position und lag damit vor seinem Teamkollegen Lewis Hamilton auf der Startaufstellung. Nach dem Start wiederholte sich das Szenario der Meisterschaft: Der Finne wurde zweimal angewiesen, seinen Platz abzugeben und sein eigenes Rennen für die Titelhoffnungen des Briten zu opfern. Nach dem Rennen äußerte Bottas seine Frustration und betonte die anhaltende Spannung zwischen individuellen Ambitionen und Teamstrategie.

2017 – Leclercs Dominanz in der F2

Charles Leclerc verwandelte einen bescheidenen sechsten Startplatz in eine Demonstration seines rohen Talents. Nach einem frühen Boxenstopp zum Reifenwechsel fiel er auf den 14. Platz zurück, arbeitete sich dann aber methodisch wieder nach vorne. Ein gewagtes Risiko mit mittleren Reifen in den letzten Runden zahlte sich aus: Er schaffte es in der letzten Runde auf das Podium und holte seinen ersten Sieg in der F2, wodurch er sich als zukünftiger Star ankündigte.

2018 – Ein Zwischenfall in der Boxengasse für den Iceman

Bei einem Routine-Boxenstopp zum Wechseln der superweichen Reifen sprang Kimi Räikkönens Ferrari nach vorne, bevor die Mutter am linken Hinterrad vollständig festgezogen war. Durch den Aufprall wurde der Mechaniker, der sich um die Mutter kümmerte, zu Boden geschleudert und verletzte sich an den Beinen. Räikkönen wurde sofort gewarnt, hielt in der Boxengasse an und kehrte zu Fuß in die Garage zurück, ohne dem erschütterten Teammitglied viel Trost zu spenden.

2019 – Leclercs Enttäuschung beim Start in Bahrain

In seiner ersten Saison bei Ferrari glänzte Charles Leclerc mit der Pole Position und überholte nach einem schlechten Start seinen Teamkollegen Sebastian Vettel souverän. Die Aussicht auf einen ersten Sieg schwand jedoch zehn Runden vor dem Ziel, als er aufgrund eines Antriebsstrangdefekts an Geschwindigkeit verlor und die beiden Mercedes an ihm vorbeiziehen konnten. Er wurde Dritter, ein bitteres Ergebnis, für das er später im Jahr in Spa Revanche nehmen sollte.

2020 – Grosjeans gefährlicher Ausritt

Der Grand Prix von Bahrain am 29. November 2020 wird wegen des schrecklichen Unfalls von Romain Grosjean für immer in Erinnerung bleiben. Ein plötzlicher Kontrollverlust schleuderte sein Auto in die Leitplanken und löste einen riesigen Feuerball aus. Dank des Halo-Systems und Grosjeans Geistesgegenwart konnte er sich in nur 28 Sekunden aus den Flammen befreien, was uns brutal an die Gefahren dieses Sports und die lebensrettende Wirkung der jüngsten Sicherheitsinnovationen erinnert.