Die Traurigkeit von Alonso

Die Traurigkeit von Alonso
Bildnachweis: FanF1

Nachdem Don Fernando in Spanien misshandelt wurde – oder vielleicht einfach nur aus dem Gleichgewicht geraten ist –, muss er sich ausruhen. Aber die Verletzung ist nicht körperlicher, sondern seelischer Natur: Nach den Enttäuschungen seiner Mate la Reine ist er neurasthenisch geworden.

DER GRAF VON MONCET Ein seltsamer Unfall, ein gefährlicher Ausflug, keine Nachrichten, beunruhigende Stille… All dies ließ schnell die gewagte Vermutung aufkommen, dass die Öffentlichkeit absichtlich in die Irre geführt wurde. Was konnte dem berühmten Champion wohl zugestoßen sein, dass er sich heute zum Rücktritt gezwungen sah? War es eine plötzliche Erkrankung oder eine Gehirnerschütterung? Nein, der wahre Schuldige ist Alonso. Der einst glorreiche Iberer ist heute verbittert und enttäuscht, dass sein neues Team nicht einmal ein bettlägeriges Pferd überholen kann und seine Erfolgsbilanz wohl bescheiden bleiben wird. Wir sagen, dass er leidet; tatsächlich durchlebt er eine beispiellose Qual, aber er beugt sich einem Leiden, das heimtückischer ist als ein einfacher Riss: Don Fernando leidet unter einem schrecklichen Problem mit seiner Milz. DON FERNANDO Er fühlt sich wie der König eines tyrannischen Reiches: reich, aber machtlos, jung, aber bereits gnadenlos, verachtet die Wagen der Ingenieure und schmiedet obsessiv Pläne für seinen eigenen Untergang. Nichts kann uns retten, weder Boullier, noch Button, noch Kevin, der geduldig wie ein treuer Anhänger wartet. Der Pastor, der die grotesken Stunts ignoriert, lenkt das Herz eines leichtgläubigen Patienten nicht mehr ab; sein einst farbenfrohes Cockpit ist zu einem Grabmal gebrochener Versprechen und zerbrochener Hoffnungen geworden.

LE COMTE DE MONCET Wenn der finstere Teufel seine Last schwerer macht, zwingt er ihn, auf seine früheren Erfolge zu blicken. Don Fernando bewundert dann Ferrari, das ohne ihn in neuem Glanz erstrahlt. Er beneidet Vettel und denkt mit verblasstem Stolz an den römischen Triumph zurück, den er einst erahnen konnte.